Der Speck muss weg – Grüne Meeresschildkröte Twiggy auf „Diät“

Im SEA LIFE Oberhausen schwimmt gerade ein frecher Dieb durchs Ozeanbecken. Die Grüne Meeresschildkröte Twiggy ist nicht nur wahnsinnig neugierig, verspielt und liebenswert, sondern auch ziemlich verfressen. So verfressen, dass sie sogar das Futter ihrer Mitbewohner klaut und nun ein paar Kilo zu viel auf die Waage bringt. Dem Winterspeck haben die Aquaristen nun den Kampf angesagt!

Grüne Meeresschildkröte Twiggy im SEA LIFE OberhausenEin paar Kilo zu viel auf die Waage zu bringen ist natürlich kein Verbrechen, Mundraub hingegen war in Deutschland bis Mitte der 70er Jahre sogar strafbar. Aber von vorne: Die Grüne Meeresschildkröte Twiggy lebt seit 10 Jahren im SEA LIFE Oberhausen und bringt mittlerweile 150 Kilogramm Körpergewicht und damit ein paar offensichtliche Kilos zu viel auf die Waage. Doch Twiggys „Rettungsringe“ stammen nicht wie man vermuten könnte von falscher Ernährung oder gar durch gutgemeintes Überfüttern durch die Aquaristen des Großaquariums. Zum einen kann man Twiggy nicht unbedingt als besonders sportlich bezeichnen. Meist lässt er sich gemütlich durch das Wasser treiben oder liegt im großen Oueanbecken irgendwo in der Ecke, schaut den Besuchern interessiert bei ihrem Rundgang zu oder döst ein wenig. Einzig wenn es ums Fressen geht, strotz er voll Energie und schafft es immer wieder, sich das Fressen der anderen Tiere im 1,5 Millionen Liter fassenden Ozeanbecken zu stibitzen.

„Damit muss jetzt Schluss sein“, weiß Oliver Walenciak, Kurator des SEA LIFE Oberhausen. „Auf Twiggys Ernährungsplan steht normalerweise eine Mischung aus Fisch und Gemüse, die genau auf Alter, Geschlecht und Körpergröße abgestimmt ist“ erklärt der Aquariumsleiter weiter. Allerdings bedient sich Twiggy seit längerer Zeit auch am Futter der anderen Bewohner des Ozeanbeckens, nutzt die Trägheit einiger Mitbewohner und futtert Teile deren Portion Fisch schnell auch noch weg.

Die Folge: Übergewicht! Die Mission: Der Speck muss weg! Auch wenn Twiggy sich anders als viele Menschen keinesfalls geniert, sich in seinem schicken gepanzerten Schwimmoutfit zu zeigen, soll er nun bis zum Sommer ein paar Kilo abnehmen. „Für diese besondere „Diät“ wird sein Futterplan allerdings nicht verändert werden müssen“ erzählt Oliver Walenciak, denn dieser enthält ohnehin nur mageren Fisch, Brokkoli, Salat und Co.“ Vielmehr müsse sichergestellt werden, dass das Futter der anderen Tiere ebendiese erreicht und nicht vorher von Twiggy aufgefressen werde, so Walenciak weiter.

„Fortan muss beim Füttern vor allem auf Twiggy ein besonderes Augenmerk gelegt werden“ erläutert General Manager Martin Fahrenholz die neue Vorgehensweise beim Füttern, „Twiggy muss während der Fütterung des Ozeanbeckens so lange beschäftigt werden, bis gewährleistet ist, dass alle anderen Tiere ihre Futterration erhalten haben“

Apropos: Gegen die neuesten virtuellen Bewohner des SEA LIFE Oberhausen ist Twiggy übrigens ein echtes Federgewicht: Ein Beluga kann nämlich drei bis sechs Meter lang werden und bis zu 1.500 Kilogramm wiegen – also so viel wie ein Auto. Seit dem 01. März können die Besucher diese faszinierenden Tiere, die auf Grund ihrer weißen Körperfarbe auch Weißwale genannt werden, im SEA LIFE Oberhausen hautnah erleben. Die neue Augmented Reality Installation ermöglicht künftige Begegnungen mit den Walen und lässt die Besucher des Großaquariums in die Welt der weißen Riesen eintauchen.

Nach dem Eintreten in die 360 Grad Kuppel werden die Besucher auf virtuelle Weise sofort in die natürliche Welt der Belugas gebracht, wo sie mit Audioeffekten über ihre Köpfe hinweg schwimmen. Kleine und große Entdecker der Meere können während der Eventwochen bis zum 31. März 2019 außerdem ihr Wissen über die außergewöhnlichen Meeresbewohner auf die Probe stellen und mit etwas Glück tolle Preise gewinnen.

© SEA LIFE Oberhausen

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