Safariland-Ranger trauern um das älteste Nashorn Europas

Mit fast 53 Jahren ist Snoopy wahrscheinlich sogar das älteste Breitmaulnashorn der Welt gewesen. Der Abschied ist für das gesamte Team hart: Snoopy war eine Persönlichkeit an Tier und gehörte zur Familie. "Die meisten seiner Verwandten in Afrika hat der Nashornsenior überlebt, letztendlich waren seine Altersbeschwerden wie starke Arthrose so immens, dass Snoopy nicht mehr auftreten konnte", berichtet der zoologische Leiter Markus Köchling. Das Ärzteteam, die Pflegerkolleg:innen und die Geschäftsführung des Safarilandes haben sich deshalb dazu entschlossen, das Tier zu erlösen. Dass Snoopy so alt werden konnte, war vor allem Verdienst der Pfleger:innen, die ein außergewöhnliches Verhältnis zum grauen Riesen hatten. Tierbereichsleiterin Inka Schumacher und Stellverterterin Anna Brock haben Snoopy, seitdem der Nashornbulle aus dem Zoo Dortmund nach Stukenbrock kam, gepflegt. Snoopy hörte aufs Wort und er war immer lieb. "Wir konnten ihm die Hufe feilen und Snoopy genoss es wie bei einer Pediküre. Eine Narkose brauchten wir dafür nicht, nur ein paar Äpfel als Belohnung", sagt Köchling.

Mit fast 53 Jahren ist Snoopy wahrscheinlich sogar das älteste Breitmaulnashorn der Welt gewesenSeine Mitbewohnerinnen, die Somalischafe Michaela und Claudia, waren Snoopys Herde. "Bis nach Bangladesch war diese einzigartige WG bekannt geworden", erinnert sich Elisabeth Wurms, die Snoopy als eine der wichtigsten Tierpersönlichkeiten sah. „Er war das älteste Tier des Parks, ihn konnte nichts aus der Ruhe bringen“, sagt die Geschäftsführerin. "Wir werden unseren Snoopy vermissen und unsere Besucher:innen auch." Unser Artenschutz-Engagement für Nashörner zusammen mit unserem Kooperationspartner wird nicht aufhören. Alle Nashornarten sind stark bedrohte Tiere, auch Snoopy kam über das europäische Erhaltungszuchtprogramm nach Stukenbrock und wir schützen zusammen mit GO-FOR-RHINO e.V. Nashörner in Südafrika. Als Zeichen der Anteilnahme würden sich Snoopys Freunde in Südafrika über eine Unterstützung freuen. „Wir dürfen in den wilden Zeiten die wilden Tiere und den Artenschutz nicht vergessen“, wünscht sich Markus Köchling.

© Safariland Stukenbrock

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